Umdenken in Familien- und Bildungspolitik

Veranstaltungen

Traditionelle Juso-Kundgebung zum Aschermittwoch mit Ver.di-Jugendsekretärin Kathrin Birner

Eggenfelden. "Die Republik schaut am Aschermittwoch auf Niederbayern", meinte abends bei der traditionellen Kundgebung der Jusos Rottal-Inn im Stadtsaal Hauptrednerin Kathrin Birner, die Jugendsekretärin der Gewerkschaft Ver.di. Sie erläuterte die Schwerpunkte der Gewerkschaftsarbeit und die politischen Forderungen. Deutliche Worte über die politischen Gegner fand SPD-Ortsvorsitzender Benjamin Lettl.

Musikalisch wurden die Gäste von Christian Greimlhamer begrüßt. Juso-Kreisvorsitzender Christian Haas hoffte in seinem Willkommensgruß, dass die Besucher den Schwung der Vilshofener Aschermittwochsveranstaltung mitgenommen hätten. Unter den Zuhörern begrüßte er den stellv. Juso-Landesvorsitzenden Thomas Asböck, 3. Bürgermeisterin Johanna Leipold, Ver.di-Bezirksvorsitzenden Bernhard Hebertinger, Kreis- und Stadträtin Renate Hebertinger und die Landtagskandidatin Marion Winter. Man wisse, dass man mit dieser Veranstaltung keine Massen bewege, aber erklärtes Ziel sei es, damit NPD-Veranstaltungen im Stadtsaal zu verhindern.

Die Familienpolitik friste für ihn ein Schattendasein, sagte Haas. Er forderte erhebliche Veränderungen in der klassischen Rollenfixierung und bei den Formen des partnerschaftlichen Zusammenlebens. Neben den Änderungen in der Familienpolitik sei für ihn auch ein Umdenken in der Bildungspolitik nötig.

Kathrin Birner erklärte, die Arbeitsbedingungen von Menschen zu verbessern sei ihr ein großes Anliegen. Auch die Zukunftsfähigkeit von Berufen hinterfrage sie, genauso die ausufernde Armut im Niedriglohnsektor. Sie forderte eine Familienpolitik, in der Karriere und Familie vereinbar sind. Das komme nicht von selber und daher müssten sich Beschäftigte organisieren: "Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt!" Auch in der Bildungspolitik sah die Referentin erheblichen Nachholbedarf. Es sei notwendig, gute Lebensbedingungen zu schaffen. Da gebe es für Hetze gegen Ausländer, Flüchtlinge und Hartz IV-Empfänger keinen Platz. "Menschenverachtende Ideologien haben in unserer Gesellschaft nichts verloren", rief sie den Besuchern zu.

Benjamin Lettl bezog Stellung gegen Aktivitäten der NPD in Eggenfelden. Es sei erfreulich, dass die Bürger gegen diese Veranstaltungen ein deutliches Zeichen gesetzt hätten. Breiten Raum nahm in seinen Ausführungen die Jugendpolitik ein. Er zweifelte die offiziellen Zahlen der Staatsregierung an und meinte, dass gegen die Jugendarbeitslosigkeit wesentlich mehr getan werden müsste. In die Diskussion brachte er auch die "Jugend-Card", wie sie bereits im Landkreis Berchtesgaden-Land Verwendung fände. Als Direktkandidat für den Bezirkstag stehe er für eine weitere kommunale Trägerschaft der Bezirkskrankenhäuser. Auch für den Ausbau eines leistungsstarken Breitbandnetzes wolle er sich stark machen. Hier glaube er der CSU kein Wort mehr.

Auf die Eggenfeldener Stadtpolitik eingehend sieht er in der Sanierung der Schule und im Neubau eines Feuerwehrhauses ein absolutes Muss. Mit deutlichen Worten prangerte er die Praxis im Stadtrat an, zu viele Angelegenheiten im nichtöffentlichen Teil zu behandeln. Und er werde sich weiter für die Veranstaltung am Aschermittwoch stark machen, denn: "Wir wollen nicht, dass sich die Nazis in Eggenfelden einnisten!" − gg

(© Passauer Neue Presse, Landkreis Rottal-Inn, 15.02.2013)

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