Daniel König neuer Vorsitzender der Jusos Niederbayern

Arbeitsgemeinschaften

Auf der Bezirkskonferenz der Jusos Niederbayern am 27.03.2011 in Gottfriedingerschwaige bei Dingolfing wurde der Landshuter Daniel König mit 63 % der Stimmen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er konnte sich damit gegen den Gegenkandidaten Amadou Sow aus dem Unterbezirk Deggendorf durchsetzen.

In seiner Bewerbungsrede ging der 24-jährige Student und gelernte Bankkaufmann auf die allgemeine politische Großwetterlage ein. Er forderte deutliche Korrekturen bei der Hartz Gesetzgebung sowie die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns um die wachsende Schere zwischen Arm und Reich wieder zu schließen. „Es sei unsäglich, dass es in unserem Land immer mehr gäbe die Vollzeit arbeiten und dann am Monatsende noch zum Amt gehen müssen um aufzustocken“, so König. Auch machte er deutlich, dass die Kosten der vergangen Wirtschafts- und Finanzkrise von den Verursachern zu tragen seien. Hier forderte er die Einführung einer Börsenumsatzsteuer sowie eine Finanztransaktionssteuer. Das Credo dürfe nicht lauten „Verluste vergemeinschaften und Gewinne privatisieren! Auch forderte er einen baldigen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan sowie die Einführung einer Frauenquote in Aufsichtsräten und Vorständen. Auch eine Begrenzung der Leiharbeit sei unabdingbar.

Der Gastreferent Josef Weitzer, stellv. Landrat des Landkreises Regensburg, ging in seinem Vortrag auf einige Punkte sozialdemokratisch geprägter Kommunalpolitik ein. Er machte klar, dass man den ländlichen Raum nicht links liegen lassen dürfe. Infrastruktur, Bildungseinrichtungen und eine entsprechende Kommunalfinanzierung seien unabdingbar. Er begrüßte sehr, dass die Jusos Niederbayern in Ihrem Leitantrag mit dem Titel „Niederbayern auf der Überholspur: Links und konkret“ einen Gegenentwurf zu den Vorschlägen des Zukunftsrates der Staatsregierung erarbeitet hätten. In diesem werden beispielsweise die Gründung von Außenstellen der Hochschulen und eine Stärkung der Stadtwerke gefordert. Auch wird ein Ende des Privatisierungswahns im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge eingefordert. Zudem müsse der größer werdende Mangel von Ärzten und Apotheken im ländlichen Raum behoben werden.

Dem Vorstand gehören im Weiteren an: Johanna Uekermann (SR), Marco Süß (SR), Stephan Klingl (DEG), Anna Forstner (SR), Nadine Becker (REG), Gerlinde Fink (PA), Alex Schulze (PA), Thomas Asböck (PAN), Sebnem Keskin (PAN), Florian Huber (DGF), Tobias Hartl (PAN), Tom Saatberger (LA), Verena Brunnschweiger (LA), Lena Ordner (LA), Florian Emberger (LA) und Marcus Reinert (DEG).

In seinem Schlusswort bedankte sich der frisch gewählte Vorsitzende bei den ausgeschiedenen Mitgliedern des Vorstandes für ihre geleistete Arbeit im vergangenen Jahr.

Pressebericht Straubinger Tagblatt vom 29.03.2011

 

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